Schmuckgrafik: Rundbogen
Überschrift: Elektrowarmwasserversorgung
Bild: Dusche

Warmes Wasser braucht der Mensch. Ob zum Waschen, Spülen, Baden - es ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Doch wie wird es bereitet?

Die richtige Auswahl und Dimensionierung der Warmwasserversorgung bestimmt wesentlich den Komfort und den optimalen Energieeinsatz.



Bei der zentralen Warmwasserversorgung befindet sich an einer Stelle im Haus/der Wohnung ein Warmwasserspeicher mit einem Warmwasservorrat von 120 bis 300 Litern. Dieser wird durch eine Elektro-Heizpatrone/Heizstab auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt und auf der Temperatur gehalten.



Natürlich kann man auch für die Warmwasserbereitung kostenlose Umweltwärme nutzen. Neben der Solarthermie, auf die in einem gesonderten Punkt eingegangen wird, haben sich Luft-/Wasser-Wärmepumpen bewährt. Sie arbeiten in Kombination mit einer Wohnungslüftungsanlage. Dabei wird der Fortluft Energie entzogen, auf ein höheres Temperaturniveau „gepumpt“ und zur Aufheizung des Brauchwassers genutzt.



Dabei sollte die Temperatur nicht höher als erforderlich gewählt werden, da dies sonst zu hohen Bereitschaftsverlusten und einer verstärkten Kalkablagerung führt.



Elektro-Warmwasserspeicher können problemlos an ein bestehendes Warmwasserverteilsystem, z.B. bei Heizungsumstellung, angeschlossen werden.

Nachteile zentraler Warmwasserversorgungssysteme liegen in den Verlusten. Diese treten unmittelbar am Speicher sowie durch die langen Leitungswege auf. Zudem benötigt man eine Umwälzung, die wiederum Strom für die Umwälzpumpe verbraucht.



Wesentlich komfortabler sind dagegen elektronische Durchlauferhitzer. Diese ermöglichen eine dezentrale Warmwasserversorgung und sind dabei nicht viel größer als ein Schuhkarton. Ein Gerät versorgt eine oder mehrere dicht beieinander liegende Abnahmestellen. So zum Beispiel im Bad. Hier können auf Grund der kurzen Leitungswege Waschbecken, Dusche und Wanne von einem Gerät versorgt werden. Elektronische Durchlauferhitzer passen dabei ihre Leistung genau an die gewünschte Temperatur des Wassers an. Diese kann auf ein halbes Grad genau eingestellt werden, was ungemütliches Wechselduschen der Vergangenheit angehören lässt. Durch ein neuartiges Blankdrahtheizsystem sind diese Durchlauferhitzer auch für kalkhaltiges Wasser geeignet.



Für Handwaschbecken oder Küchenspüle empfehlen sich Kleinspeicher. Diese halten 5 oder 10 Liter Wasser auf der voreingestellten Temperatur bereit. Auf Grund einer sehr guten Dämmung sind die Bereitschaftsverluste äußerst gering.

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